| Solaranlage auf Hallendach installiert |
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Verein hofft auf noch mehr Sonnenstunden
Gaggenau/Baden-Baden – Dass sich Segelflieger über Sonnenstrahlen freuen, liegt in der Natur der Sache. Denn diese erwärmen die Luft und sorgen somit für die benötigte Thermik, damit die Flugzeuge aufsteigen können. Und dieser Tage freut sich Daniel Klumpp, Vorsitzender der Fliegergruppe Gaggenau (FGG), gleich doppelt über jedes Blinzeln der Sonne. Seit vergangener Woche wird auf dem Dach der Flugzeughalle auf dem Flugplatz in Baden-Oos Strom produziert.„Wir nutzen die Sonnenenergie bereits für unseren Sport. Mit der Photovoltaik-Anlage auf dem Hallendach wollen wir nun dem Umweltgedanken Rechnung tragen“, sagt Klumpp und klettert die Leiter zum Dach der Flugzeughalle empor. Dort sind die Photovoltaik-Elemente in fünf Reihen hintereinander aufgestellt – ausgerichtet in südliche Richtung. Rund 38 KWp betrage die installierte Leistung der Anlage. Damit könne man im Jahr etwa 38000 Kilowattstunden Strom produzieren, was dem ungefähren Strombedarf von zehn Drei-Personen-Haushalten entspreche, berechnet FGG-Ausbildungsleiter Michael Rübig. 38000 Kilowattstunden entsprechen dem Energiegehalt von 3800 Litern Heizöl. Die CO2-Einsparung liege somit bei 10,6 Tonnen pro Jahr.
„Wir haben schon seit längerem mit dem Gedanken gespielt, unser Dach zur Gewinnung von Solarstrom zu nutzen“, so Klumpp. „Es liegt optimal und hat sich für die Installation einer Photovoltaikanlage angeboten.“ Doch sei die Investition – „bestimmt im sechsstelligen Bereich“, schätzt Klumpp – für den Verein mit seinen rund 50 aktiven Mitgliedern finanziell nicht zu schultern gewesen. „Ein Partner musste mit ins Boot geholt werden.“ Und der sei vor kurzem gefunden worden. Über den Verein „Regenerative Energien Mittelbaden“ (REM) sei die Vermittlung zustande gekommen. „Wir haben unser Dach zur Verfügung gestellt, die Griebl KG aus Achern hat nun die Photovoltaik-Anlage darauf installieren lassen“, erklärt der FGG-Vorsitzende die Kooperation. Und über die freut sich auch Vereinskassierer Peter Bruder, denn die Fliegergruppe ist als Dachvermieter am Erlös aus der Stromerzeugung beteiligt. Der erzeugte Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist.
„Zuerst mussten wir die Statik der 1988 in Eigenarbeit erbauten Halle prüfen lassen, außerdem wurde der Pachtvertrag mit der Stadt verlängert“, erklärt Klumpp, der nun auf besonders viele Sonnenstunden hofft und den Stromzähler in der Halle im Blick hat. April 2010 |




