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Gaggenau (red) – Mit einem Novum in der 60-jährigen Vereinsgeschichte ist die Jahreshauptversammlung der Fliegergruppe Gaggenau (FGG) am vergangenen Freitag zu Ende gegangen: Weil nicht alle Fragen abschließend geklärt werden konnten, muss Anfang kommenden Jahres eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden. Dann soll ein neuer Ausbildungsleiter gefunden und über eine Veränderung der Gebühren (Windenflatrate) abgestimmt werden.
Ruhig sei man das Vereinsjahr 2011 angegangen, blickte Vorsitzender Daniel Klumpp in seinem Bericht zurück: Nachdem das Flugplatzfest 2010 in großem Rahmen gefeiert worden ist, beging der Verein seinen 60. Geburtstag im Sommer mit einem Grillfest in Baden-Oos. In guter Erinnerung bleibe auch das Fluglager, das an Pfingsten nach Reiselfingen (Südschwarzwald) geführt hat. Sowohl die Modellflieger als auch die Segelflieger hätten sich am Ferienspaßprogramm der Stadt Gaggenau beteiligt, erinnerte Klumpp: „Das ist eine gute Werbung für unseren Verein.“ Einige neue Mitglieder konnte die FGG in ihren Reihen begrüßen. „Die Flugschülerzahlen sind erfreulich stabil“, sagte Klumpp, allerdings sei die Zahl der aktiven Piloten leicht rückläufig – was sich auch bei den Wahlen bemerkbar machte:
In ihren Ämtern bestätigt wurden Daniel Klumpp (Vorsitzender), Peter Bruder (Kassierer), Thomas Rauch (Modellbauleiter), Jürgen Mollenhauer (Schriftführer), Erich Kretz (Werkstattleiter) und die Kassenprüfer Nikolaus Hecker und Wolfgang Saruba. Nachfolger von Jugendleiter Nico Fricke, der nicht mehr kandidierte, wurde Sven Holzberg. Kein Nachfolger wurde bislang jedoch für den bisherigen Ausbildungsleiter Michael Rübig gefunden, der das Amt ebenfalls abgab. Wer in seine Fußstapfen treten wird, muss bei einer weiteren Versammlung geklärt werden. „Wir müssen eine Lösung finden“, betonte Vorsitzender Klumpp mit Blick auf die Ausbildung der zahlreichen Flugschüler.
1464 Starts haben die FGG-Aktiven in der abgelaufenen Saison absolviert, 510 Stunden waren sie in der Luft, nannte Rübig einige Zahlen aus der Statistik. Erfreulich: Die Zahl der Schulstarts habe gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Auf eine größere Beteiligung am Streckensegelflug hofft FGG-Mitglied Fritz Klein im kommenden Jahr. Schon jetzt eine größere Beteiligung an den Werkstattabenden wünschen sich die Werkstattleiter. Ein Antrag von Bernd Hurrle, die Arbeitsstunden für Motorpiloten um 25 anzuheben, wurde von der Versammlung gebilligt. 2500 Arbeitsstunden hatten die Mitglieder vergangenes Jahr geleistet, so Erich Kretz. Die derzeit laufende Überholung des Motorseglers erfordere aber jede helfende Hand. „Mitglied heißt auch mitmachen“, unterstrich Hurrle seine Forderung.
„Weil die Betriebskosten weiter gestiegen sind, müssen wir die Gebühren anheben“, machte Vorsitzender Klumpp auf die Finanzierung des Vereins aufmerksam. Zustimmung fand der Vorschlag, die Jahresgebühr um rund zehn Prozent auf 360 Euro (Erwachsene) anzuheben. Auch die Gebühr für nicht abgeleistete Arbeitsstunden wird von acht auf zehn Euro angehoben. In der kommenden Versammlung soll zudem darüber entschieden werden, ob auch die Gebühren für die Windenstarts angehoben werden.
Das Fluglager 2012 führt die FGG in den Sommerferien nach Eschenlohe in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen, gab Klumpp einen Vorgeschmack auf das Fliegen in den Alpen. Die Weihnachtsfeier findet am 10. Dezember statt.
Auch eine Auszeichnung gab es noch: „Er hat den Verein immer schuldenfrei gehalten. Seine Arbeit ist wirklich aller Ehren wert“, lobte Klumpp die Kassenführung von Peter Bruder. Seit mehr als 25 Jahren ist er der Kassierer des Vereins. Einstimmig wurde ihm dafür nun die nur sehr selten vergebene Ehrenmitgliedschaft verliehen – verbunden mit dem Versprechen, die Kasse noch einige Jahre weiter zu führen.
Foto: Vorsitzender Daniel Klumpp (links) gratuliert Kassierer Peter Bruder zur Ehrenmitgliedschaft.
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